Burgdorf-Jegenstorf um Titel geprellt

03.04.2017

BRB-Finaltag in Burgdorf 01. April 2017

Leider ist dies kein Aprilscherz. Bereits zum zweiten Mal hintereinander wurde am BRB-Finaltag in Burgdorf anlässlich der Junioren-Mannschafts-Meisterschaft (JMM) ein Verein um den Titel geprellt. Nachdem vor einem Jahr dem BC Schüpfen der Finaleinzug verwehrt wurde, traf es dieses Mal nun den Titelverteidiger Burgdorf-Jegenstorf im grossen Finale.

Generell soll die JMM frühzeitig den Junioren die Möglichkeit geben, Spielpraxis in einem wettkampfnahen Umfeld zu sammeln und gegen Spieler und Mannschaften von anderen Klubs spielen zu können. Den Junioren sollen dabei viele Wettkampfeinsätze geboten werden, also sind auch entsprechend viele Disziplinen und Spiele auszutragen. Da es keine Geschlechter getrennte Sportart ist, sind pro Mannschaften je zwei Mädchen und Knaben einzusetzen.

Leider spielen in der heutigen Zeit mehr Junioren als Juniorinnen, so wird es zum Teil schwierig eine Mannschaft zusammen zu bringen. Es musste eine Anpassung vorgenommen werden, dass Mannschaften die nicht genügend Juniorinnen stellen können, trotzdem spielen dürfen. Dass dies den Mädchen gegenüber nicht fair ist, wenn in einer Mannschaft nur Jungs spielen, wurde diesem Kriterium Rechnung getragen und folgendes durch den Badmintonverband Bern festgelegt: „die beiden stärksten Jungs spielen in der ersten Mannschaft, die nächststärksten zwei Jungs spielen in der zweiten Mannschaft, usw. Die stärksten Mädchen spielen in der ersten Mannschaft, die nächststärksten Mädchen oder Jungs spielen die Damenspiele der zweiten Mannschaft, usw.“

Dies wurde durch BC Bern / Uni Bern im finalen Durchgang der JMM in Burgdorf, wo es um Ehren wie Medaillen und Pokale geht, bei weitem nicht eingehalten. Vier der fünf Junioren spielen bei der Schweizer Schülermeisterschaft (SSM) in der ersten und zweiten Stärkeklasse der bis U17-Jährigen. Die Nummer 3 und 4 im Ranking von Bern spielten das entscheidende Mixeddoppel und hätten in dieser Mannschaft gar nicht spielen dürfen.

Dass der Badmintonverein aus Bern es nicht so genau nimmt zeigt sich auch, dass sie zu Beginn der Saison drei Mannschaften stellten, in Mühleberg kurzfristig mit der ersten Mannschaft gar nicht antrat und in der dritten Runde in Ostermundigen noch mit einer Mannschaft und am Schluss wieder mit drei Crews am Start waren.

Die Enttäuschung über den verpassten Titel ist umso grösser, weil er nicht spielerisch verloren ging, sondern wegen nicht Einhaltung von Vorgaben, die beim Gegner nicht sanktioniert wurden.

Nachwuchsbetreuer BC Burgdorf-Jegenstorf
Roger Schindler